Sie sind hier: | INFOTHEK | Kommunikationsformen
TBA
Taubblinden-
Assistenten-
Verband e.V.

zwei Hände beim Lormen

Das Lormen oder Lorm-Alphabet ist ein Tastalphabet. Die Handinnenfläche dient als "Tastatur", ähnlich einer Tastatur des Computers. Die einzelnen Buchstaben werden auf den Fingern und der Handfläche mit Berührungen dargestellt durch antippen, streichen oder drücken.

Das "Schreiben" ist sehr schnell zu erlernen. Das "Lesen", also das Aufnehmen der einzelnen kurzen Fingerbewegungen auf der eigenen Hand erfordert die ganze Konzentration und braucht viel Übung.

Das Lomen kann nicht als "die Sprache der Taubblinden" bezeichnet werden. Es ist nur ein Hilfsmittel, um Lautsprache "begreifbar" zu machen.

Lautsprachlich aufgewachsene Menschen lernen es vergleichsweise leicht, denn die Sprachstruktur ist dieselbe. Für Gebärdensprachnutzer ist das Lormen meistens nicht die erste Wahl, da die deutsche Sprache eher als Fremdsprache empfunden wird. Dennoch ist es auch für sie hilfreich, das Lormen zu kennen, da schwierige Begriffe, Namen oder auch mal schlecht abfühlbare Gebärden als gelormtes Wort schnell verstanden werden können.