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TBA
Taubblinden-
Assistenten-
Verband e.V.

Taubblindheit umfasst sehr vielfältige Mischformen bezüglich der Entstehung, der Ausprägung und dem Verlauf der Erkrankung und der daraus folgenden Beeinträchtigungen. Auch die natürliche Sprachentwicklung ist entscheidend für die Kommunikationsmöglichkeiten bei Verschlechterung des Hörens und Sehens oder dem vollständigen Ausfall der beiden Fernsinne.

Menschen, die hörend und sprechend aufgewachsen sind, haben einen guten Zugang zum Lormen, da das "Schreiben in die Hand" denselben Regeln folgt wie die Lautsprache. Wer bis zur Erblindung die Gebärdensprache nicht gelernt hat, wird sie in aller Regel auch nicht mehr erlernen.

Menschen, die gebärdensprachlich aufgewachsen sind, haben einen guten Zugang zu den taktilen Gebärden, denn bedeutungsentscheidende Merkmale der Sprache, wie Handform, Handbewegung, Handstellung und Ausführungsort bleiben auch beim taktilen Gebärden erhalten und sind somit bekannt.

Die meisten Taubblinden benutzen Mischfomen in der Kommunikation: Lautsprache und Lormen die einen, DGS, taktile Gebärden und das Fingeralphabet die anderen. Häufig kommt das Lormen zum Einsatz für Namen oder Begriffe, die erklärt werden müssen.
Darüberhinaus gibt es weitere Kommunikationsmethoden, die Taubblindenassistenten beherrschen müssen, auch wenn sie seltener benutzt werden, wie zum Beispiel haptische Zeichen, Blockbuchstaben, Body-signs, Bezugsobjekte, Phonembestimmtes Manualsystem (PMS).

Die wichtigsten Formen sind